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Posted on Wednesday April 3, 2024

Updated on Wednesday April 3, 2024

DE-BIAS: Diskriminierende Sprache in Archivdaten erkennen und beheben - Herausforderungen und Chancen

Sprache ist immer auch Ausdruck einer Haltung und daher Gegenstand gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Aktuelle Debatten um eine gendergerechte und inklusive Sprache sind längst bei den Kulturinstitutionen angekommen. Historische Sammlungsbeschreibungen und Katalogeinträge sind oftmals diskriminierend, besonders aus der Sicht betroffener Minderheiten.

main image
Title:
Untitled [schoolgirls in a line] from the series On a Good Day
Creator:
Al Vanderberg
Institution:
Victoria & Albert Museum
Country:
United Kingdom
17 April 2024
14:00 — 15:30 Online


Um dieses Problem anzugehen, entwickelt das Projekt DE-BIAS ein Tool, das aus heutiger Sicht überholte oder diskriminierende Begriffe in Sammlungs- und Objektbeschreibungen in Archivdatenbanken erkennt, kontextualisiert und zeitgemäße Begriffe vorschlägt. Dieses Tool, das in die Europeana integriert und später von interessierten Archiven verwendet werden kann, basiert auf spezifischen Vokabularen zu Kolonialismus, Gender und Ethnizität, die im Rahmen von DE-BIAS in enger Zusammenarbeit mit marginalisierten Gruppen entwickelt werden. Außerdem bietet das Projekt Workshops für Mitarbeitende von Kulturinstitutionen an, die sich für das Thema interessieren und die Ergebnisse von DE-BIAS ebenfalls anwenden möchten.

Dieses Webinar richtet sich speziell an den Kulturerbe-Sektor in deutschsprachigen Ländern und wird in deutscher Sprache abgehalten. Das Team des DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, das DE-BIAS koordiniert, wird die Arbeit im Projekt vorstellen und insbesondere auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Communities bei der Erstellung des Vokabulars eingehen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Zusammenarbeit mit der jüdischen Community, mit der das DFF antisemitische und aus der NS-Zeit stammende Begriffe in den Blick nimmt. Das Webinar will Einblicke in die Möglichkeiten und Herausforderungen kollaborativen Arbeitens geben und lädt gleichzeitig Teilnehmende ein, eigene Anwendungsfälle und Erfahrungen einzubringen und Herausforderungen und Bedürfnisse der Kulturinstitutionen beim Umgang mit diskriminierender Sprache zu diskutieren.

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